Durch meine Tätigkeit als Physiotherapeut, bei der ich intensiv mit rollatorpflichtigen Patienten* arbeiten durfte, konnte ich viele Erfahrungen sammeln. Der Rollator als Hilfsmittel für den Alltag ist für viele Menschen unverzichtbar und damit sehr wertvoll geworden. Mit ihm haben sie die Möglichkeit, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und weitgehend ihren Alltag zu bewältigen.

Als ich in der Entwicklung zu VK-SinKoBa® war, wollte ich auch den rollatorpflichtigen Menschen eine Möglichkeit bieten, eine außergewöhnliche Sportart zu betreiben, bei der es sogar sportliche Prüfungen gab, die auch für diese Menschen zu bestehen sind.

Für Rollstuhlfahrer* werden mittlerweile viele Sportangebote ins Leben gerufen, doch die rollatorpflichtigen Menschen stellen eine Zwischengruppe dar. Sie können zwar noch laufen, sind also noch nicht auf einen Rollstuhl angewiesen, doch ohne das Hilfsmittel “Rollator” sehr unsicher auf den Beinen. Deshalb wird für diese Menschen meistens die Hockergymnastik empfohlen.

Es hat sich durch wissenschaftliche Studien herausgestellt, dass verkürzte Hüftbeuger (Musculus iliopsoas, Musculus quadriceps femoris), die zu einer vermehrten Hüftbeugung führen, die Sturzgefahr erhöhen. In einer Sitzposition können die Hüftbeuger aber nicht mobilisiert werden, weshalb ich die Hockergymnastik nicht für optimal für diese Menschen halte. Deshalb lege ich Wert darauf, die Übungen im VK-SinKoBa® soweit es geht im Stand durchzuführen.

Um den rollatorpflichtigen Teilnehmern* diese Sportart zu ermöglichen, verfügt das VK-SinKoBa®-Regelwerk, in dem auch die Prüfungsinhalte geregelt sind, über zwei spezielle Kapitel für diese Menschen. Da es leicht und weniger leicht betroffene rollatorpflichtige Menschen gibt, bot es sich an, das Regelwerk dementsprechend zu ergänzen. Für diese Teilnehmer* habe ich darüber hinaus eine spezielle Bewegungsform entwickelt, in der die meisten alltäglichen Bewegungen angeleitet und trainiert werden, wie zum Beispiel das Vorwärts- und Rückwärtslaufen (eine Tür von innen öffnen), die Seitwärtsbewegungen (ein entfernt liegendes Teil auf der Küchenanrichte heranholen), Drehungen, sowie das sichere Hinsetzen und wieder Aufstehen auf der Rollator-Sitzfläche. Auch der Unterschied zwischen Hand- und Feststellbremse werden erklärt und die richtige Benutzung geübt.

Um diese hohe Qualität zu erhalten, werden ausnahmslos alle, die eine Prüfung zum VK-SinKoBa®-Trainer* absolvieren möchten, in der Rollatorkunde unterwiesen. Dies ist fester Bestandteil des VK-SinKoBa®.